Wenn ihr beobachtet, dass ein Tier schlecht gehalten oder misshandelt wird, ist es wichtig, besonnen und strukturiert vorzugehen. Zuständig für die Kontrolle der Tierhaltung ist das jeweilige Veterinäramt.
Damit die Behörde tätig werden kann, braucht sie konkrete Hinweise und möglichst Beweise aus erster Hand.
Was ihr tun solltet:
1. Ruhe bewahren und Beweise sichern
Dokumentiert eure Beobachtungen so genau wie möglich:
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Ort und Zeit des Vorfalls
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Name und Anschrift der Halterin oder des Halters (wenn bekannt)
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ggf. Autokennzeichen
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Fotos oder Videos (nur aus öffentlich zugänglichen Bereichen)
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weitere Zeuginnen und Zeugen, die eure Angaben bestätigen können
Je genauer eure Informationen sind, desto schneller und gezielter kann gehandelt werden.
2. Wendet euch an das zuständige Veterinäramt
Das örtliche Veterinäramt ist dafür verantwortlich, die Einhaltung des Tierschutzgesetzes zu kontrollieren. Erhält es Hinweise auf Tierquälerei oder Missstände, muss es prüfen, wie die Tiere gehalten werden.
Bestätigt sich der Verdacht, kann die Behörde:
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verbindliche Auflagen zur Verbesserung der Haltung erteilen
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Fristen setzen
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Tiere im Notfall auch beschlagnahmen
Wichtig: Das Veterinäramt kann schneller im Sinne der Tiere handeln, wenn Augenzeuginnen und Augenzeugen sich direkt dorthin wenden und ihre Beobachtungen schildern.
3. Bei akuter Gefahr sofort die Polizei einschalten
Wenn ein Tier sich in einer akuten Notsituation befindet oder ihr eindeutige Tierquälerei beobachtet, meldet euch direkt bei der Polizei und erstattet Anzeige. Das ist für euch kostenfrei und hilft dabei, Tierquäler zur Verantwortung zu ziehen.
Warum euer Handeln wichtig ist
Tierschutz lebt vom Hinsehen – und vom verantwortungsvollen Handeln. Wer Missstände dokumentiert und meldet, trägt dazu bei, dass Tiere geschützt werden und sich ihre Lebensbedingungen nachhaltig verbessern.
Mehr Infos zum Thema findet ihr auf der Webseite vom Deutschen Tierschutzbund.