Muss das sein?


 

Mit Bestürzung registrieren die Tierschutzvereine hierzulande einen immer größer werdenden Trend. Geht man heute als Interessent in die entsprechenden Geschäfte, bekommt man eine Vielzahl an Lebewesen zu sehen bzw. zum Kauf dargeboten.

Wir wollen hier und heute versuchen, ein wenig Aufklärungsarbeit zu leisten. Bestimmt erinnern sich einige von Euch an Dokumentationsserien im TV verschiedener berühmter Tierfilmer der letzten 50 Jahre. Aus dem, was wir damals und heute an Wissen lernten, leitet sich folgende Frage ab:

Wie kann man Exoten so etwas antun? Tatsächlich nimmt die Zahl der zum Kauf angebotenen Tiere dramatisch zu. Offenbar ist die Nachfrage also sehr groß. Man fragt sich als Tierschützer jedoch, was denken sich diese Menschen? Glauben sie wirklich, einem Wüstenigel oder einem Präriehund den perfekten Lebensraum bieten zu können? Wo lässt man aber diese Tiere, wenn dem Stumpfkrokodil bei 2 Meter Länge die „Badewanne“ (artgerecht?) zu klein ist?

Bei Aquarien und Teichfischen, Schlangen, Schildkröten, Echsen und Vögeln wie auch Spinnen und Skorpionen waren wir schon einigen Kummer gewohnt. Wie aber ein Gabelspatelwels oder ein Arapaima von einem Nichtfachmann zuhause artgerecht gehalten werden soll, ist und bleibt ein Rätsel.

Wir appellieren ständig an den gesunden Menschenverstand und kommen keinen Schritt weiter. Unsere Bitte lautet: Besorgt Euch einschlägige Fachliteratur, bevor Ihr ein vermeintliches Haustier ins Unglück stürzt. Wo sollen diese Tiere enden? Kein Tierschutzverein der Welt kann alleine mit dieser Problematik fertig werden. Die Tierparks und zoologischen Gärten sind voll und nehmen in den seltensten Fällen Exoten auf.

Also, Leute, bleibt vernünftig, helft uns bitte bei der Aufklärungsarbeit und lasst Euch nicht von Dumpingpreisen für Exoten verführen.  

 

Es grüßt Euch Euer Tierheimteam.

 

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