Heimtierversorgung im Urlaub


 

Tiere dürfen grundsätzlich nicht ohne menschliche Fürsorge zurückgelassen werden.

Vor dem Urlaub muss unbedingt eine geeignete Unterbringung oder Pflegeperson für das Tier organisiert werden. Wohnungskatzen, die keinen Freigang haben und Hunde sollte man keinesfalls alleine zurücklassen, wenn die Pflegeperson einzig zum Füttern oder Gassigehen ins Haus kommt. Haustiere sind keine Blumen, die mal eben von der Nachbarin versorgt werden können.

Es ist auch nicht möglich, Tieren, die in Käfigen gehalten werden, eine Futter- und Wasserration zur Verfügung zu stellen, die theoretisch über die Zeitspanne der Reisezeit ausreichen würde. Eine Versorgung mit Frischfutter und frischem Wasser ist so nicht möglich. Außerdem kann das Tier nicht selbst portionieren, aber es kann Futter und Wasser mit Kot und Urin verunreinigen oder die Nahrungsbehälter umwerfen. Zu beachten ist weiterhin, dass das Tier in einem menschenleeren Zuhause vereinsamt und unter der Unhygiene eines nicht regelmäßig gereinigten Käfigs und dem dadurch verursachten Geruch und Ungezieferbefalls leidet. Nicht unterschätzen darf man bei Käfigtieren auch die unkontrollierte Sonneneinstrahlung, der bei einem alleine zurück gelassenen Tier ja niemand entgegenwirken kann. Dies gilt übrigens auch für Tiere, die in Aquarien oder Terrarien gehalten werden – also für alle Tiere, die sich nicht frei in der Wohnung bewegen können.

Zur verantwortungsvollen Tierhaltung zählt nicht nur das Füttern, sondern auch die tägliche Fürsorge, Ansprache und Pflege eines Tieres und natürlich eine tiergerechte Haltung. Wichtig ist auch, dass die „Herrchen- oder Frauchenvertreter“ das Tier vor dem Urlaub kennen lernen sollten, um auf dessen Eigenarten, Gewohnheiten und eventuellen gesundheitlichen Handicaps Rücksicht nehmen zu können. Es ist ganz wichtig, dass das Tier sich nicht verlassen fühlt oder vereinsamt. Für den Notfall sollte unbedingt die Telefonnummer des behandelnden Tierarztes bereit liegen. Bei Katzen, die als Freigänger leben, reicht es meist aus, einen tierlieben Nachbarn um die Versorgung und Pflege des Tieres zu bitten. Freigänger leiden in Tierpensionen meist mehr, als wenn sie gut versorgt in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können. Wir arbeiten auch in Notfällen nur mit Pflegestellen, um eine größtmögliche individuelle Betreuung des einzelnen Tieres zu sichern. Denn jedes Tier, das sein Zuhause verliert, sei es für immer oder befristet, braucht die persönliche Ansprache eines verständnisvollen, tierlieben Menschen.

Dieser Text wurde uns freundlicherweise von Thea. e.V. zur Verfügung gestellt. http://www.thea-ev.de/ oder unter Tel.: 02294-6874.

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