Eine Katze kommt ins Haus


 

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Entschluss, einer Katze ein Zuhause zu geben.  

Bevor der neue Hausgenosse Einzug hält, sollten Sie Einiges vorbereiten:
Räumen Sie zerbrechliche Gegenstände in den Zimmern weg, zu denen Ihre Katze Zutritt haben wird. Dichten Sie Spalte unter Schränken und hinter Küchengeräten ab, damit die Katze sich nicht einklemmen kann.
Die Katzenwohnung sollte bei Einzug des Samtpfötchens auch schon etwas eingerichtet sein: Zu der allerwichtigsten Grundausstattung gehört ein Transportkorb mit weicher Einlage, ohne den Sie die Katze gar nicht ins neue Heim transportieren können und dürfen; Katzentoilette und Einstreu. Eine Katzentoilette benötigen Sie auf jeden Fall - für die Eingewöhnungs-Phase und für einen eventuellen Krankheitsfall! Katzen wollen in „Ruhe“ ihr Geschäft erledigen. Deshalb sollte das Katzenklo zwar an einer ruhigen Stelle stehen, aber dennoch für die Katze schnell zu erreichen sein. Und wenn die Mieze später einmal Freigang bekommt, ist es nicht gesagt, dass sie ihr Geschäft nur in der Natur verrichtet.
Ferner brauchen Sie standfeste und leicht zu reinigende Futter- und Wassernäpfe; zumindest ein Teil, an dem die Katze kratzen kann (ein Kratzbrett oder ein ganz kleiner Kratzbaum genügen für den Anfang).
Als Ruheplatz eignet sich ein genügend großes Körbchen, in dem die Katze sich auch mal ausstrecken kann. Die Einlage sollte weich und nach Möglichkeit waschbar sein. Katzen lassen sich allerdings ihre Ruhe- und Schlafplätze nicht vorschreiben. Sie entscheiden lieber selber, wo sie schlafen möchten. In der Regel sind das etwas erhöhte Plätze, von denen sie nebenbei gut beobachten können, was in der Umgebung vor sich geht. Seien Sie also bitte nicht enttäuscht, wenn Mieze (fürs erste) einen Sessel oder gar nur einen Karton bevorzugt.
Spielzeug ist ein unbedingtes Muss, braucht aber für den Anfang auch nicht teuer erworben zu werden. Sammeln Sie ein paar Korken (aber gründlich abwaschen und auslüften lassen!); ein bisschen Seidenpapier, mit dem Sie Bällchen formen können und Garnrollen (vorzugsweise welche aus Pappe). Mit Wollknäueln spielen viele Katzen zwar gerne, aber es ist nicht ganz ungefährlich. Mieze könnte sich schlimm darin verheddern; deshalb lassen Sie sie bitte nie unbeaufsichtigt damit spielen.
Völlig ungeeignet sind raschelnde Plastiktüten! Sie können zu einer lebensgefährlichen Falle werden, wenn die Katze hineinschlüpft und nicht mehr herauskommen kann!
Mit ausgedienten Tageszeitungen können Sie sehr gut eine Art Höhle bauen, in der die Katze sich verstecken kann und auch Spaß am Rascheln hat.  

Der Einzug  

Der Umzug wird der Katze leichter fallen, wenn Sie sie vorher schon einige Male besucht haben. Sie kennt dann schon ihre Stimme und ihren Geruch. Lassen Sie sich schon beim Holen Zeit. Bestimmt besteht die Möglichkeit, dass die Katze den Kennel beschnuppern kann, bevor sie hineingesetzt wird.
Auf dem Weg ins neue Zuhause muss der Transportkorb unbedingt geschlossen bleiben - egal, ob im Auto oder im öffentlichen Verkehrsmittel! Die Mieze ist jetzt völlig orientierungslos; sie würde bei einem Ausbrechen in Panik geraten.
Daheim angekommen stellen Sie den Korb am besten in dem Zimmer ab, in dem sich auch die Katzentoilette und das Schlafkörbchen befinden. Nach dem Öffnen des Kennels lassen Sie den neuen Mitbewohner erst einmal in Ruhe. Je nach Charakter oder Alter der Katze wird sie entweder länger im Korb bleiben oder alsbald auf Entdeckungstour gehen. Gut ist, wenn zu diesem Zeitpunkt nicht viele Personen anwesend sind. Je ruhiger es ist, desto eher wird die Mieze ihre neue Umgebung erkunden wollen.
Eventuell wird die Katze in geduckter Haltung die ersten Schritte in der neuen Umgebung tun. Jedes ungewohnte Geräusch lässt sie vielleicht flüchten – zurück in den Transportkorb oder unter ein Möbelstück.  
Geben sie dem neuen Mitbewohner alle Zeit, die er braucht, um sich einzugewöhnen. Ältere Katzen werden sich nach einigen Stunden einigermaßen orientiert haben.
Babykatzen könnten sich vielleicht verlassen fühlen und nach Mutter, Geschwistern oder ehemaligen Gefährten jammern. So ein Kleines lässt sich beruhigen, indem Sie es mit den Händen umhüllen und ganz lange streicheln. Wenn es sich etwas beruhigt hat, setzen Sie es in ein kuscheliges Körbchen. Von der ungewohnten Aufregung erschöpft wird das kleine Fellbündel bestimmt in einen kurzen Schlaf fallen. Danach wird es hungrig sein und dann auf erste Entdeckungsreise gehen.

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